Vernetzte Welt #41: Internet der Dinge in der Reisebranche

Immer Mittwochs erscheint auf neunetz.com eine kommentierte Übersicht zu den wichtigsten Entwicklungen und besten Analysen aus der Welt der vernetzten Geräte, dem ‚Internet der Dinge‘.
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Top: e-matters‘ „Spark-Aufkleber“ ist kein „Deutscher Dash-Button“

Entwickler.de:

Amazon Dash bekommt Konkurrenz aus Deutschland: Der Hamburger E-Commerce-Dienstleister e-matters bietet ab sofort den sogenannten „Spark-Aufkleber“ für direkte Nachbestellungen an. Im Unterschied zum Dash-Button kann man Spark aber nicht einfach drücken, sondern muss den aufgedruckten QR-Code mit dem Smartphone abscannen. Ist der Code allerdings einmal gescannt, kann der Kunde Produkt, Menge, Lieferung oder Abholung festlegen und bei Bedarf die Bestellung für Wiederholungen automatisieren. Der Aufkleber ist frei konfigurierbar und kann grundsätzlich auch von jedem Händler genutzt werden.

Spark e matters Aufkleber auf Kuehlschrank

Schönes Beispiel dafür, wie Marketing funktioniert. Ein QR-Code ist natürlich nicht mit dem Dash-Button von Amazon vergleichbar. Während der Dash-Button jede Reibung aus kleinsten, regelmäßigen Transaktionen entfernt (wie dem Kauf von Waschmittel etc.) ist ein QR-Code ein denkbar unbequemes Mittel für eine Produktauswahl in einer Shopping-App. Wobei es zumindest ein Anfang ist.

Das Problem ist natürlich, dass der Dash Button das simpelste Puzzelstück bei Amazons Dash-Strategie ist. Weitaus schwieriger replizierbar ist alles dahinter. (Welcher Händler hat Kunden, die Kleinstbestellungen kostenfrei tragbar machen, weil sie per (Prime-)Abo eine Jahresgebühr bezahlen und einen hohen Jahresumsatz erzeugen?)

e-matters:

Schnell soll es gehen und einfach, um nicht mehr dran denken zu müssen; und trotzdem schätzen Kunden hierzulande ein gewisses Maß an Selbstbestimmung. Welches Waschmittel soll es sein? Wann und wie will ich es erhalten, vielleicht sogar in regelmäßigen Abständen? Einmal den QR-Code gescannt kann der Kunde entsprechend seiner Wünsche Menge, Produkt, Lieferung oder Abholung festlegen und bei Bedarf die Bestellung für Wiederholungen automatisieren. Genauso können diese kundenspezifischen Einstellungen durch den Händler bei der Übergabe des Spark-Aufklebers in der Filiale bereits hinterlegt sein.

„ein gewisses Maß an Selbstbestimmung“ ist entweder ein Misstverständis des Einsatzzweckes von Dash-Buttons und vergleichbarem oder der Versuch, die eigene Lösung gut zu verkaufen.

Spannend dagegen der B2B-Einsatzzweck:

„Mir fallen noch viele Einsatzmöglichkeiten für den Spark-Aufkleber ein. Ich bin überzeugt, dass auch im B2B ein großes Potenzial herrscht, beispielsweise um das passende Ersatzteil zu finden und Verschleißprodukte nachzubestellen“, so Kevin Besthorn, Gründer und Geschäftsführer von e-matters.

Top: Wearables und IoT in der Reisebranche

David Chestler, Executive Vice President für Global Enterprise Sales und Business Development bei SiteMinder auf Tnooz:

Within the US alone, eMarketer estimates that the use of wearable technology rose over 50% last year and we will likely see more than 81.7 million users among US adults by 2018. In fact, many consumers are planning to purchase some form of wearable technology in the next 12 months, including smartwatches, fitness trackers and sleep trackers. (..)

Consider a world where a driverless Uber arrives at the airport to whisk guests away to their hotel with beacons and geolocation devices tracking their location and Tripit-like apps enabling data-sharing; where they will check-in by simply entering their room using their smartphone, watch or RFID implant; where they will find their luggage already in the room because it’s been delivered by drones.

Skift: Travel Industry Leads Internet of Things Spending :

The “Internet of Things” (or IoT), the trend of connecting various sensors and devices to company networks, gets a lot of hype in the press, but not as much analysis of how it impacts business spending. However, according to a recent report, the travel industry is leading the way in IoT implementation, with average spending per company reaching $128 million in 2015. Initiatives like smart sensors in airplane engines, smartphone beacons in theme parks and keyless hotel room entry are all helping to transform the industry.

Mehr auf eMarketer:

In a March 2015 survey of 200 airline IT executives worldwide conducted by Airline Business for IT company RSW/US SITA (Société Internationale de Télécommunications Aéronautiques), 86% of respondents believed that the IoT would deliver clear benefits in the next three years, and 37% had already allocated budget.

Auch lesenswert ist Skift über „Smart City“-Infrastruktur und die Reisebranche:

So now, when users point their devices in a specific direction, for example, the devices identify beacons in that location that initiate AR messaging in the app to deliver ancillary information designed to “augment” the travel experience. That information includes websites, so people can now just point their phone at a restaurant or hotel and access their websites without having to use search.

Likewise, the new apps track public transportation in real time, and using geolocation, they provide multiple options for interesting itineraries in the destination. Users can also access hundreds of listings for hotels, restaurants, shops, attractions, and events through the in-app search and Google Maps interface, all of which can be customized and sponsored.

We spoke with Greg Curtin, Ph.D., founder and CEO of Civic Resource Group, for an overview of how global smart city development is beginning to impact the travel experience.

Analysen & Berichte

„Smartwatches graben Fitnesstrackern nicht das Wasser ab“

Übergizmo:

Die dem Bereich der Fitnessarmbänder zukommende öffentliche Aufmerksamkeit sei zwar etwas zurückgegangen, schreibt NPD-Direktor Weston Henderek, „Fitnesstracker werden aber immer noch stark verkauft und genutzt, was auf verbleibende Wachstumschancen hinweist, während die große Aufmerksamkeit für Smartwatches noch nicht zu robustem Absatz geführt hat.“

Die NPD Group hatte zuletzt auch absolute Zahlen zum Wearables-Markt vorgelegt, die sich allerdings ausschließlich auf die USA beziehen. Demnach hatten Ende des vierten Quartals 2015 13 Millionen Amerikaner eine Apple Watch oder andere Smartwatch, aber fast 33 Millionen ein Fitnessarmband.

Das knüpft thematisch an die jüngste Episode von Thingonomics an: Thingonomics 12: Status Quo bei den Wearables.

Belgisches Energie-Monitoring-Unternehmen Smappee erhält 2,7 Millionen US-Dollar in Series A Finanzierungsrunde

Tech.eu:

Belgium’s Smappee, which develops energy monitoring solutions, has closed a $2.7 million Series A funding round led by its current CEO and COO.

Smappee’s smart traffic controller device monitors the amount of electricity consumed and generated in a building so you can keep tabs, via the smartphone app, on how much energy each of your appliances is using up in real time and what the costs are.

It has versions for businesses and for personal use in the home and startup is hoping to take advantage of the ‚Internet of Things’ market.

„Transcending Borders Through Technology“

Techcrunch:

As we move forward, we need to be increasingly mindful that we are actually building out a new kind of global infrastructure in real time. Starting with some simple truths may help. First, as an agile society, we need to start seeing the world as a system, not a collection of discrete digital entities, with all that this implies for how governments and standards organizations need to work together.

Second, we have to accept that the massively organic digital world cannot be accurately predicted and controlled; rather, it must be sensed and responded to. It is temporal and alive and moving fast. This requires technological innovation inherent in sensors, machine learning and analytics.

Third, we need to foster agility in the form of open innovation and a belief that, just as in software development, iteration is the only way to both keep up with the rate of change and avoid large-scale, catastrophic failures of systems we thought were “perfect.”

Meldungen

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About Marcel Weiß

Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
Er ist Diplom-Kaufmann, lebt in Berlin und ist seit 2007 als Analyst der Internetwirtschaft aktiv. Er arbeitet als (Senior) Strategy Analyst bei Exciting Commerce, schreibt für verschiedene Publikationen, unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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