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# Deutsches Wall Street Journal gestartet, könnte Anfang eines Trends sein
- URL: https://neunetz.com/deutsches-wall-street-journal-gestartet-koennte-anfang-eines-trends-sein/
- Published: 2012-01-10T11:37:12.000Z
- Updated: 2012-01-10T11:37:12.000Z
- Author: Marcel Weiß
- Tags: Medienwandel, Vernetzte Öffentlichkeit, Wall Street Journal, #wp, #wp-post, #visibility-public, #Import 2024-11-21 20:37

Die [deutsche Ausgabe des Wall Street Journals](http://www.wsj.de/) ist heute gestartet.

[Knut Engelmann, der Chefredakteur von Wallstreetjournal.de](http://www.wallstreetjournal.de/article/SB10001424052970204257504577148861200910798.html):

> The Wall Street Journal Deutschland ist die erste rein digitale Wirtschaftszeitung im deutschsprachigen Raum – nur im Netz, nie am Kiosk.

Aus der Pressemitteilung:

> Die Gratis- und Bezahlinhalte stammen ausdem Wall Street Journal und verschiedenen Dow-Jones-Medien. Nachrichtenund Analysen aus Deutschland produziert von Redaktionsteams in Frankfurt,Berlin, Düsseldorf, München und Hamburg runden das Angebot ab. Die Inhalte können auf der Website, auf verschiedenen Smartphone-Apps und Tablet-Ausgaben sowie auf einer mobilen Website abgerufenwerden.

Zum einen ist daran interessant, dass das Wall Street Journal im Tandem mit der [bald in Deutschland startenden Huffington Post](http://neunetz.wpengine.com/2011/11/02/huffington-post-und-andere-kommen-nach-deutschland/) einen **Trend** im digitalen Pressebereich einleiten könnte, den wir bereits von der digitalen Infrastruktur kennen: In Deutschland kommt nichts nennenswertes eigenes im Netz, weder von den etablierten, [die sich aus dem Web heraushalten](http://neunetz.wpengine.com/2011/10/04/deutsche-printpresse-existiert-online-fast-gar-nicht-und-zieht-sich-noch-weiter-zurueck/), noch von den neuen Playern. Stattdessen kommen irgendwann **deutsche Ableger von US-Unternehmen** auf den attraktiven deutschen Markt. Wie ich bereits im November letzten Jahres zur Ankündigung der deutschen Huffington Post [schrieb](http://neunetz.wpengine.com/2011/11/02/huffington-post-und-andere-kommen-nach-deutschland/):

> Die deutschen Presseverleger haben geglaubt, wenn man Brachland nicht bestellt, verschwindet es einfach wieder. Sie werden schmerzlich feststellen, dass sie falsch lagen.

Nur digital könnte auch eine **Umstellung für medienkonservative deutsche Manager** bedeuten, die die deutsche Ausgabe des prestigeträchtigen und hoch angesehenen Wall Street Journals lesen wollen: Sie müssen hierfür dann doch mal weg vom Papier und in's Internet gehen für ihren Medienkonsum.