Was uns das vorhersehbar gewesene Ende von Spiegel Daily über die deutsche Medienwelt sagt

Wie zu erwarten war, erlebt Spiegel Daily als eigenständiges Produkt nicht einmal den ersten Geburtstag.

Warum es wichtig ist: Sowohl im lesenswerten Dev-Blog-Eintrag, als auch aus dem dort beschriebenen Verhalten des Spiegel-Verlags kann man einiges über den heutigen Stand der Medien und die Dynamiken der heutigen Medienwelt lernen.

Aber der Reihe nach. Das „Team von SPIEGEL+“ im neuen Dev-Blog des Spiegels über die Paid-Content-Zukunft und -Vergangenheit des Verlags1 und was man daraus gelernt hat: Weiterlesen

Der endlose Breitband-Frust der deutschen Startups

Alexander Hüsing auf Deutsche Startups über die fehlende digitale Infrastruktur in Deutschland:

Jüngst schrieb sich Wunderlist-Mitgründer Christian Reber, der gerade mit Pitch wieder durchstartet, auf Twitter seinen Glasfaserfrust von der Seele. “At our @Pitch office, based in Berlin Mitte, city center and heart of Berlin’s startup scene, we’re limited to a 50 Mbit internet connection. 3 months after starting a new company I need to invest 12.000 €+ (+500€/month) for a 500 Mbit fiber connection”.

Auch shyftplan-Macher Jan-Martin Josten teilte auf Rebers Beitrag seinen Frust mit der Schneckenverbindung in Berlin mit. “Same in Kreuzbergs Startup Corner. We got a ubiquity edgerouter x, Kabel Deutschland as a second line and load balanced two lines. Works ok and we have somewhat of a redundancy”. Da muss sich keiner wundern, wenn Gründer Berlin oder Deutschland verlassen. Und es kursieren in Berlin noch mehr hanebüchene Schnecken-Geschichten: Die PR-Agentur Clarity etwa musste sich im vergangenen Jahr ein neues Büro suchen. Am alten Standort, mitten in Berlin, war das Netz einfach zu schlecht. Dem Grownup Mister Spex ging es wie Pitch-Macher Reber: Das Unternehmen ließ in seinem Berliner Logistikzentrum Glasfaser selbst verlegen. Vermutlich ein recht teures Vergnügen. Nicht nur deswegen war es Zeit für einen Brandbrief an den Berliner Bürgermeister. Weiterlesen

Wie eine bessere DSGVO ausgesehen hätte

Markus Spath macht sich kluge Gedanken, wie eine vernünftigere DSGVO ausgesehen hätte:

Der 1. Schritt:

statt jede webseite zu verpflichten, jedem besucher die jeweilige datenschutzpolicy unter die nase zu reiben, die dann spätestens ab der 72. ungelesen akzeptiert wird, wird diese datenschutzpolicy an einem erwartbaren ort – etwa als /privacy.html an der wurzel der webseite hinterlegt, damit sie der interessierte besucher jederzeit finden und einsehen kann. Weiterlesen

Logistik-Plattform Amazon Key zeigt uns, wo die Paketreise hingeht

So baut man eine Logistik-Plattform. Amazon Key wird für Amazon zum, yes, Schlüssel der Zustellung, der letzten Meter also. Und zwar für alles, was privat und abschließbar ist.

Tobias Költzsch auf Golem:

Amazon hat seinen neuen Service Amazon Key gestartet: Käufer können sich darüber ihre beim Onlinehändler bestellten Waren direkt in den Kofferraum ihres Pkw liefern lassen. Der Dienst ist für Prime-Mitglieder kostenlos und steht zunächst nur Kunden in den USA zur Verfügung. Weiterlesen

Was 100 Millionen Amazon Prime-Accounts wirklich bedeuten

Amazon-Prime-2018

Endlich eine vernünftige Ansage von Jeff Bezos. Statt relativer Wachstumszahlen die erste Zahl, wie viele Prime-Accounts Amazon weltweit hat.

Warum es wichtig ist: Amazon Prime ist ein kategorienübergreifendes Bündel, das den Onlinehandel in den nächsten Jahren sehr stark prägen wird. Denn Prime bindet die Haushalte mit überdurchschnittlichem Einkommen in vielen Produktkategorien an Amazon. Da der Onlinehandel naturgemäß langsam aber sicher dem klassischen Handel den Rang abläuft, wird Prime viele direkte und noch mehr indirekte Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft haben. Denn auch eine Strategie abseits Amazons muss die Existenz von Amazon und Prime mitdenken, wenn die Durchdringung von Prime in der Bevölkerung entsprechend hoch sein wird. Weiterlesen

Geely becirct Daimler weiter für eine Herstellerallianz gegen die neuen Mobility-Player

Gute Zusammenfassung der Aktivitäten von Daimler-Großaktionär Geely in den letzten Jahren, bei Autonews/Bloomberg:

Since Li’s arrival, Daimler has deepened ties with long-standing China partner BAIC Group on electric cars, with the Mercedes-Benz maker taking a near 4 percent stake in a BAIC venture.

Li’s strategy, meanwhile, became clearer with last month’s unveiling of plans to start making his Lynk & CO mid-market brand in Europe from next year, the first Chinese vehicles to be built outside their home market. Lynk, which started sales in China last year, will produce the 01 SUV at Volvo’s plant in Ghent, Belgium. Weiterlesen

„Facebook hasn’t taken our data—they have created it.“

Alex Tabarrok auf Marginal Revolution:

Facebook, Google and other tech companies are accused of stealing our data or at least of using it without our permission to become extraordinarily rich. Now is the time, say the critics, to stand up and take back our data. Ours, ours, ours.

In this way of thinking, our data is like our lawnmower and Facebook is a pushy neighbor who saw that our garage door was open, took our lawnmower, made a quick buck mowing people’s lawns, and now refuses to give our lawnmower back. Take back our lawnmower! Weiterlesen

E-Bikesharing, Autovermietung & ÖPNV-Tickets: Uber macht die ersten Schritte zur allumfassenden Mobility-Plattform

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Teil 2 unseres großen Bündel-Thementages. Nachdem Meituan vor wenigen Tagen Fahrradsharing-Anbieter Mobike übernommen hat, hat Uber diese Woche den E-Bikesharing-Anbieter Jump Bikes übernommen. Das ist der erste, große Deal des neuen CEOs und gleichzeitig der erste, logische strategische Schritt von Uber seit langer Zeit. Gleichzeitig hat Uber diese Woche weitere Pilotprojekte verkündet, die, genauer betrachtet, in die gleiche Strategiekerbe schlagen.

Warum es wichtig ist: Uber macht den ersten Schritt zur alles umfassenden Mobility-App, deren Plattform im Hintergrund jeden Modus abdecken wird, um von A nach B zu kommen. Weiterlesen

Macht der Bündel: Wie Spotify Amazon Prime gefährlich werden kann

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Teil 1 unseres großen Bündel-Thementages. Spotify bietet ein Abo-Bündel mit dem US-amerikanischen TV-Streaming-Anbieter Hulu an.

Warum es wichtig ist: Es gibt bekanntlich zwei Wege, Geld zu verdienen: Angebote entbündeln und Angebote bündeln. Spotify könnte mit der Hulu-Kooperation den Weg zu einer sehr profitablen Zukunft gefunden haben, die mittelfristig sogar Amazon Prime zu schaffen machen könnte. Da Prime wichtige Teile des Onlinehandel und des TV-On-Demand-Streamings bedroht dicht zu machen, wären schnell weitere Partnerschaften zwischen Spotify und Abo-Anbietern aus anderen Sektoren nicht überraschend. Weiterlesen

Der Kulturkampf um die Zukunft des deutschen Autos

Heute: Die Fakten.

Warum es wichtig ist: Wenn die üblichen Verdächtigen von Bild bis FAZ bereits beim Diesel auf die Barrikaden gehen, obwohl die Politik quasi nichts gegen die Betrügereien der Branche macht und vor allem das Ausland dem deutschen Diesel auf die Pelle rückt, was wird dann erst passieren, wenn Elektromobilität alles verdrängt und selbstfahrende Autos dem Lenkrad den Garaus machen wollen?

Be smart: Die alternde deutsche Gesellschaft wird sich mit Händen und Füßen auch und vor allem gegen jede Veränderung rund um das Auto wehren. Das heißt: Weiterlesen