taz-iPad-App: Wie wär’s mit internen Links?

Es gibt keine internen Links zwischen den verschiedenen Artikeln in der iPad-App der taz. Christian Jakubetz:

Wenn man schon Schwerpunkte in einer Ausgabe setzt, dann wäre es prima, die einigermaßen gebündelt und (Achtung, Freunde in Berlin, so gehen digitale Medien!) verlinkt zu bekommen. Man fühlt sich ein kleines bisschen veralbert, wenn als Fußnote unter dem 200-Zeilen-Riemen steht, dass dieses gute Stück in der gedruckten taz auf Seite X zu finden sei und dass in der selben Ausgabe auf Seite Y ebenfalls was zum Thema steht. Gerade das iPad würde die schöne Möglichkeit bieten, solche inhaltlichen Schwerpunkte weiter über die Zeitung zu verteilen — und sie dennoch gebündelt zu präsentieren.

Eine kleine App-Kritik (1): taz, Brand 1, Österreich at JakBlog.

Sicher ist es auch eine Ressourcenfrage, zusätzlich die  neuen Apps aufzubereiten. Besonders wenn die digitalen Einnahmen noch hinter den Print-Einnahmen zurückbleiben, dürften sich viele Verlage beim Kosten-Nutzen-Verhältnis genau (und überkritisch) hinschauen und dann wenig Kapital in die Apps stecken. (Was je nach gewählten Zeithorizont mal mehr, mal weniger sinnvoll ist.)

Aber warum dann überhaupt eine Applikation anbieten, wenn die einzigen Vorteile genau nicht genutzt werden, die eine hierarchische Institution wie eine ein Komplettangebot anbietende Redaktion gegenüber den losen marktorientierten Ansätzen wie dem Flipboard hätte?

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Was uns Facebooks gescheitertes Zwei-Feeds-Experiment über das Distributionsdilemma von Massenmedien lehrt

Facebook hat erkannt, dass die Leute lieber nur einen gemeinsamen Feed statt zwei separate Feeds -einen für Freunde und Familie, einen für Medien- haben.

Aus dem Facebook Newsroom:

To understand if people might like two separate feeds, we started a test in October 2017 in six countries. Weiterlesen

Warum Apples neues Podcastanalyse-Tool wichtig ist

Apple hat letzte Nacht das angekündigte Podcast-Analysetool gestartet. Recode:

For instance, podcast creators can now see (aggregated and anonymized, not device- or user-specific) data about when listeners stopped listening to a particular episode.

Warum das wichtig ist: Bis dato gab es für Podcasts nur Download-Daten, keine Informationen zum Hörverhalten. Sprich: Wer eine MP3-Datei herunterlädt, wird mangels Alternativen als jemand gezählt, die die komplette Folge angehört hat. Weil Podcasts auf RSS basieren und iTunes das größte und wichtigste Podcast-Verzeichnis ist, auf das alle Podcast-Apps zurückgreifen, ist allein Apple in der Lage detailliertere Informationen auf signifikanter Datenbasis zu erfassen. Mehr/andere Informationen über das Medienkonsumverhalten verändert zwangsläufig das Verhältnis zwischen Werbekunden und Medium. Podcasts boomen seit einigen Jahren als Medium seit es mit mobilen Apps bequem wurde, Podcasts zu hören.

Mehr auf Recode: Weiterlesen

Die Audible-Podcasts und die Abhängigkeit der deutschen Medien von Mittelsmännern

Audible-Podcasts

Mittelsmann errette uns.

Jens Twiehaus gestern auf turi2: Weiterlesen

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About Marcel Weiß

Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
Er ist Diplom-Kaufmann, lebt in Berlin und ist seit 2007 als Analyst der Internetwirtschaft aktiv. Er arbeitet als (Senior) Strategy Analyst bei Exciting Commerce, schreibt für verschiedene Publikationen, unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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