Europas neue GPS-Alternative Galileo ist akurater und offen für alle

heise:

Zu den Diensten gehöre eine präzisere Navigation für Privatnutzer, erläutert die Kommission. Das erste Galileo-Smartphone des spanischen Unternehmens BQ sei bereits auf dem Markt, andere Hersteller dürften bald nachziehen, hofft die Kommission. Ab 2018 werde auch jedes in Europa verkaufte neue Fahrzeugmodell mit Galileo ausgerüstet sein; dadurch werde auchder Autonotruf eCall ermöglicht. Besonders in städtischen Gebieten, wo die Satellitensignale häufig von hohen Gebäuden gestört werden, seien durch Galileo Vorteile zu erwarten.

The Register:

After a long and much-delayed 17-year gestation, Europe’s answer to America’s GPS system has been switched on.

The Galileo network will offer a free service with an accuracy of one metre, and can pinpoint locations down to a few centimetres for paying customers. The service has 18 satellites in orbit, with 30 projected by 2020 at the latest.

Ein zwar technisch besseres, aber redundantes System zu GPS wäre noch vor ein paar Wochen eine zumindest fragwürdige Investition gewesen.

Jetzt, mit der künftigen US-Regierung, und der wachsenden Bedeutung etwa autonomer Automobile in naher Zukunft, kommt Galileo keine Sekunde zu früh:

„Geo-localisation is at the heart of the ongoing digital revolution with new services that transform our daily lives,“ said Maroš Šefčovič, vice-president of the European Commission.

„Galileo will increase geo-location precision ten-fold and enable the next generation of location-based technologies; such as autonomous cars, connected devices, or smart city services. Today I call on European entrepreneurs and say: imagine what you can do with Galileo – don’t wait, innovate.“

Europa macht sich so zum richtigen Zeitpunkt ein kleines bisschen unabhängiger von den USA.

Zur Geschichte des in Prag sitzenden Galileo-Systems kann man unter anderem Wikipedia befragen.


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About Marcel Weiß

Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
Er ist Diplom-Kaufmann, lebt in Berlin und ist seit 2007 als Analyst der Internetwirtschaft aktiv. Er arbeitet als (Senior) Strategy Analyst bei Exciting Commerce, schreibt für verschiedene Publikationen, unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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  • Ich hab das noch von vor 10 Jahren im Hinterkopf, dass die USA sich da haben Backdoors legen lassen für den Eskalationsfall, sodass sie es abschalten könnten. Sonst hätten sie die Entwicklung blockiert. Aber hab das jetzt nicht nachrecherchiert.