New York Times sagt Adieu zu paid content

..und geht damit den konsequenten, einzig möglichen Weg.

TimesSelect, das PaidContent-Angebot der New York Times wird geöffnet:

After much internal debate, Times executives – including publisher Arthur Sulzberger Jr. – made the decision to end the subscription-only TimesSelect service but have yet to make an official announcement, according to a source briefed on the matter.

Scott Karp von publishing2.com analysiert das recht treffend:

The ability to charge for content in non-digital media like newspapers, magazines, and cable TV was based on a limited supply of content and monopoly control of distribution. The web and digital media have generated an overabundance of content — not just a spike in high-quality content but, more disruptively, and even larger spike in “pretty good” or “good enough” content. The web has of course utterly destroyed destroyed distribution monopolies. Anyone can create and distribute content on a meaningful scale.[..]

As smart, talented, and insightful as the New York Times columnists behind the paid wall are, the are too many other smart, talented, insightful commentators publishing their thoughts on the web for free.

(Hervorhebungen von mir)

Neben dem Fehlen des persönlichen Mehrnutzens für den einzelnen Konsumenten, der den Preis für ihn rechtfertigen würde, wie Karp ausführte, kommt noch eine weitere Komponente dazu, die gegen Nichtzahler ausschließenden Paid Content im Netz arbeitet:

Die fehlende Sichtbarkeit des Bezahl-Inhaltes. Sowohl in den Suchmaschinen (hat Karp auch erwähnt) als auch auf Aggregatoren, wie Techmeme oder Rivva beispielsweise, muss dieser walled content zwangsläufig fehlen. Was aber lediglich ein Indiz dafür ist, dass er außerhalb der Diskussion, und damit der Aufmerksamkeitsströme, im Netz läuft.

Mit der Zunahme an partizipativen Medien geht der Erfolg von Bezahlcontent somit zwangsläufig zurück. Denn Erstere entziehen Zweiterem Aufmerksamkeit und damit die Existenzgrundlage, muss ihre stetig zunehmende netzumspannende Diskussion doch ohne ihn stattfinden.

 

(via hackr)

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About Marcel Weiß

Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
Er ist Diplom-Kaufmann, lebt in Berlin und ist seit 2007 als Analyst der Internetwirtschaft aktiv. Er arbeitet als freier Strategy Analyst und schreibt als Business Analyst regelmäßig bei digital kompakt, ist Co-Host des Exchanges-Podcasts, schreibt für diverse Publikationen, unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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  1. […] Marcel Weiß (neunetz.com) berichtet, dass die New York Times jetzt auch den Bereich “Times Select” kostenlos im Netz zugänglich macht. Bislang musste man dafür monatlich 7,95 $ bezahlen. […]

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