19. Feb. 2015 Lesezeit: 1 Min.

Warum für kleine Buchverlage Amazon attraktiver als kleine Buchhändler ist

Manuela Thieme und Chris Deutschländer vom Seitenstraßen Verlag räumen mit der Nostalgie gegenüber kleinen Buchhändlern aus Sicht eines kleinen Buchverlages auf:

Fazit (und leider keine Neuigkeit): Viele kleine Buchhändler haben keineswegs erkennbar mehr Verständnis für kleine Verlage. Sie wettern zwar herzlich gern gegen Konzerne und Monopolisten, aber wenn man mit ihnen zu tun hat, ist ihr geschäftlicher Egoismus oft keinen Deut geringer als bei den Großunternehmen.
Um nicht falsch verstanden zu werden: Amazon ist wahrlich kein Wohltäter, aber sachlich betrachtet, können wir als Kleinverlag froh sein, dass das Unternehmen die Buchbranche sehr viel durchlässiger gemacht hat.

Amazon muss kein Wohltäter sein, um für Kleinstverlage attraktiv zu sein. Es reicht, dass das Unternehmen einen enormen Absatzkanal verlässlich und durchlässig (Long Tail) bedient. Es sind nicht (allein) unlautere Geschäftspraktiken, die Amazon gegen den klassischen Buchhandel gewinnen liesen.

(Aus der Sicht eines kleinen Buchhändlers ergeben natürlich die im Artikel gemachten Argumente ("kein Platz" etc.) ebenfalls Sinn. Manchmal sind es schlicht strukturelle Nachteile, die Teile einer Branche unwiderruflich sterben lassen. )

Marcel Weiß
Unabhängiger Analyst, Publizist & Speaker ~ freier Autor bei FAZ, Podcaster auf neunetz.fm, Co-Host des Onlinehandels-Podcasts Exchanges
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