Monitoring leicht gemacht

Monitoring?

Ob man ein eigenes Blog hat oder als PR-Agentur eine Onlinekampagne macht: Wer im Netz unterwegs ist und seine Aktivitäten dort ernst nimmt, der will/muss über Reaktionen und Meinungen im Netz dazu auf dem Laufenden bleiben. Zeitnah.

In der Regel sucht der Unbedarfte mit seinem Namen oder dem Namen des Unternehmens auf Google nach Diskussionen über sich im Netz. Wer ein wenig mehr sophisticated an die Sache geht, der nutzt dazu Google Alerts und hat Technorati Searchfeeds abonniert. Es geht aber noch einen Tick besser/ umfassender.

eine Möglichkeit, ein umfassendes Monitoring schnell einzurichten

Über eine zeitsparend schnell eingerichtete Möglichkeit, Monitoring zu betreiben, schreibt Lifehacker: Auf MonitorThis gibt man den Begriff ein, den man verfolgen will. Anschließend gibt MonitorThis einen Text aus, den man mit einem Texteditor als OPML-Datei auf dem Rechner speichert (einfach mit Dateiendung .opml speichern).

In dieser OPML-Datei befinden sich Feeds zu den Suchergebnissen zum eingegebenen Keyword auf diversen Suchmaschinen: neben allen bekannten Blogsuchmaschinen gehören auch die Websuchen von Google, Yahoo und MSN, die Tagsuche von Flickr und blogg.de und weitere dazu. Insgesamt Ergebnisse von 23 Suchen zur Zeit.

Die ausgegebene OPML-Datei importiert man nun in seinen Feedreader und hat damit ein nahezu umfassendes Monitoring innerhalb kürzester Zeit installiert. Schneller geht’s nicht.
(Falls man diese Feeds gleich in einem entsprechenden eigenen Ordner in seinem Feedreader will, gibt Lifehacker hierzu noch an, wie man das direkt in der OPML-Datei vor dem Importieren eingibt.)

 

weitere Seiten für Monitoring:

Swamii durchsucht neben Webseiten auch p2p-Börsen. Mehrere ‚Interests‘ können mittels Schlüsselwörtern definiert werden. Für jedes Interest können Sparten, in denen gesucht werden soll, an- und abgewählt werden (News, Blogs, P2P, Shopping, Jobs, usw.). Einmal täglich bekommt man eine Email mit den Ergebnissen zugeschickt.

Die persönliche Newsseite Spotback bietet mit den ‚Personalized Alerts‘ ebenfalls Monitoring von Schlüsselwörtern an. Auch hier kann wieder für jede Suche nach einzelnen Bereichen, in denen gesucht werden soll, unterschieden werden. Getrackt wird zur Zeit ausschließlich die englischsprachige Blogosphäre. Auf Wunsch bekommt man täglich eine Email mit den Ergebnissen zugeschickt. Die Ergebnisse können auch auf der Seite selbst eingesehen werden. Beschränkung auf 20 Alerts.

 

Mehr Einsatzmöglichkeiten

Eine oft unterschätzte weitere Möglichkeit für Unternehmen über Marktentwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben: Monitoring der Namen der (Haupt-)Konkurrenten.

Das Alles eignet sich natürlich auch hervorragend zum Keywordtracking relevanter News für Blogger und Journalisten. Besonders wenn man über Kleinstnischen schreibt, kann man über die hier beschriebenen Wege News finden, von denen Andere noch nicht gehört haben.

 

Und jetzt interessiert mich, ob Neunetz.com-Leser Monitoring/Keywordtracking betreiben. Und falls ja, was benutzt Ihr dazu? Wie geht Ihr vor?

 

Tags:[tag]Monitoring[/tag]

neunetz.com abonnieren und keine Artikel mehr verpassen!

Neue Artikel auf neunetz.com per Email erhalten, immer Montags, Mittwochs und Freitags. Jetzt anmelden und künftig besser informiert sein!

Email-Adresse eingeben:


neunetz.com kann auch per RSS-Feed (oder JSON-Feed) abonniert werden. neunetz.com ist natürlich auch auf Twitter und Facebook vertreten.

About Marcel Weiß

Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
Er ist Diplom-Kaufmann, lebt in Berlin und ist seit 2007 als Analyst der Internetwirtschaft aktiv. Er arbeitet als freier Strategy Analyst und schreibt als Business Analyst regelmäßig bei digital kompakt, ist Co-Host des Exchanges-Podcasts, schreibt für diverse Publikationen, unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
Marcel Weiß auf Twitter und auf Facebook abonnieren. (Mehr)

Comments

  1. Eine Client basierte Lösung wäre auch noch http://www.particls.com/. Es funktioniert wie ein Newsticker und nimmt dadurch ein wenig Platz auf dem Desktop ein.

  2. Stimmt. Particls ist toll. Hab ich seit reichlich einem Monat hier auf dem Rechner, aber bis jetzt nicht geschaffft drüber zu schreiben, obwohl ich das schon fast genauso lang vorhabe. Hast Du mich jetzt kalt erwischt.
    Particls ist auch für Monitoring geeignet, stimmt.

  3. Was soll denn der richtig lange Pingback hierdrin? Da brauch man die Seite gar nicht mehr besuchen. Ich dachte bei Monitoring eher an VNC und Konsorten.

  4. Wir arbeiten gerade an einer neuen Version von monitorThis mit mehr Suchmaschinen und Features (u.a auch Ausgabe als zusammenhängeder RSS-Feed oder HTML).

Trackbacks

  1. […] neunetz.com » Monitoring leicht gemacht wie man rss feeds überwacht / durchsucht (tags: rss feeed monitoring) […]

  2. […] Blog-Monitoring leicht gemacht: neunetz beschreibt, wie man in fünf Minuten zum leistungsfähigen RSS-Pressespiegel kommt. Praktischerweise gibt’s dort auch noch gleich eine Anleitung, wie man mit 300 abonnierten Feeds umgeht. […]

  3. […] Grazie ad un articolo trovato su neunnetz (in lingua tedesca), sono venuto a conoscenza di MonitorThis, un sistema semplice ma estremamente veloce per monitorare il proprio blog. Su MonitorThis basta inserire la parola che si desidera ricercare e automaticamente viene creato un file di testo che basta copiare e salvare come file OPML. Questo file contiene tutta una serie di feeds inerenti alla parola cercata. Tra questi feeds troviamo semplici query sui classici motori di ricerca come Yahoo, Google e MSN, ma anche i risultati di ricerca sui tag di Technorati e Flickr. Nel suo insieme questo file OPML contiene i risultati di ben 23 ricerche, il tutto comodamente importabile attraverso il lettore di feeds preferito. Esistono ulteriori siti che permettono il monitoraggio del proprio blog, Swamii per esempio non ricerca solamente attraverso i sistemi più classici, ma anche all’interno dei motori p2p. Anche Spotback è in grado di creare un allarme personalizzato attraverso la ricerca di determinate parole chiave. In tutti e due i casi è possibile definire dei canali di ricerca specializzati, come per esempio la possibilità di trovare notizie solamente all’interno di altri blog. A prescindere dal monitoraggio del proprio sito/blog, questi sistemi possono essere egregiamente utilizzati anche dalle aziende, magari utilizzando come chiave di ricerca il nome dei concorrenti. Il tutto funziona egregiamente e spesso l’utilizzo di questi sistemi permette di scoprire in anticipo notizie postate da fonti spesso poco utilizzate e sconosciute agli altri- July 9, 2007 | Filed Under BlogZine, SearchZine Tags: blog, Feeds, google alerts […]

  4. […] Suchmaschinen im Auge behalten: Während man bei Google eher indirekt auf die Ergebnisse einwirken kann, sieht das bei den neueren Personensuchmaschinen zum Teil anders aus. Spock scheint sich in diesem Feld als die führende Personensuchmaschine abzuzeichnen. Hier kann man sich anmelden und das eigene Profil claimen. Wenn ein anderer User etwas daran verändert, wird man benachrichtigt und kann es gegebenenfalls korrigieren lassen. Es ist zwar unschön, das man mit steigendem Erfolg von Spock mehr oder weniger zur Partizipation dort gezwungen wird, aber das Leben ist eben kein Ponyhof. Auch nicht im Netz. Auch wenn man nicht immer und überall ein Händchen darauf haben kann, was andere über Einen sagen (Hint: Abmahner sind hässlich und haben Mundgeruch, und das erfährt jeder Dichergoogelnder), sollte man trotzdem wissen, was da draußen so an Informationen zirkuliert. Auf meinem eigenen Blog habe ich vor geraumer Zeit ein Artikel zum Online-Monitoring geschrieben. Das eignet sich nicht nur fürs Egosurfing, sondern auch zur Recherche im eigenen Arbeitsfeld. Als Faustregel kann man aber sagen, dass man mit einem GoogleAlert zum eigenen Namen und eventuell mit der Spezialisierung (wenn man Hans Müller heißt) schon recht gut bedient ist. Und so kann man notfalls zeitnah reagieren und beispielsweise eine Gegendarstellung auf der eigenen Seite veröffentlichen oder andere Maßnahmen in Angriff nehmen. […]

  5. […] Haben Sie jemals nach Ihrem eigenen Namen gegoogelt – und waren überrascht über die Ergebnisse? Es liegt im Allgemeinen im Interesse einer Website möglichst viel Inhalt von Google oder anderen Suchmaschinen indizieren zu lassen. Natürlich kann dabei nicht zwischen privaten oder geschäftlichen Inhalten unterschieden werden, gerade das vielzitierte Web 2.0 sorgt für eine Schwemme von Informationen aus den Bereichen Hobby, Freundeskreis und Familie. Oftmals wird beim Posten von Blog- oder Foren-Einträgen nicht die Langlebigkeit beachtet: das Web hat ein sehr langes Gedächtnis. Als Teenager eingestellte Inhalte können später bei der Jobsuche unangenehm auffallen, wenn potentielle Arbeitgeber das Profil der Kandidaten im Web überprüfen. Die Transparenz des Webs kann für die (evtl. ungewollte) Selbstdarstellung zum Problem werden. Im Extremfall gehen eigene Inhalte zwischen Verleumdungen und Kritik unter, wie im Fall von Sue Scheff, die ein Opfer von „Cyber-Abuse“ wurde. Diese Szenarien haben ein neues Geschäftsmodell hervorgebracht: Reputations-Management. Anbieter, wie ReputationDefender, versprechen vollmundig, Online-Profile bereinigen und damit verbessern zu können. Dies setzt aber die Zusammenarbeit mit den Webseiten voraus, auf denen die problematischen Inhalte zu finden sind und ist daher fraglich. Die rechtliche Grundlage für ein solches Vorgehen über Dritte ist zweifelhaft, die Begründung für eine Löschung von Inhalten nach Jahren eher dürftig. Vielversprechender erscheint die Idee eines zentralisierten Profils, welches die Möglichkeit bietet, andere Inhalte zu kommentieren und relativieren – also einer Personensuche. Es stellt eine Art Meta-Profil dar, unter dem sämtliche Online-Aktivitäten einer Person priorisiert und wenn nötig erklärt werden können. Auch hier existieren bereits zahlreiche Anbieter, wie z.B. myOnId, yasni, spock und wink. Allerdings ändern auch sie nichts an dem grundlegenden Problem: das Web ist grundsätzlich öffentlich und eine Privatsphäre nicht (mehr) vorhanden. Die Tipps zur Reputations-Pflege lesen sich wie der Alptraum eines jeden Datenschützers: Überwachung des eigenen Namens, Selbstdisziplin, für positive Inhalte sorgen. Die Verwendung von Aliasen und die Vermeidung persönlicher Beiträge hilft hierbei wenig, denn auch ein Null-Ergebnis bei Google wird einen Arbeitgeber nicht begeistern – wer „kauft“ denn schon die Katze im Sack? Obwohl es für den Arbeitsmarkt keinerlei Rolle spielt, welchen Hobbys ein Arbeitnehmer nachgeht, werden seine digitalen Fußspuren zukünftig zweifellos seine Chancen beeinflussen – positiv wie negativ. Kommentar: Die Vorstellung eines Monitoring des eigenen Namens lässt mich schaudern. Wenn nur noch Arbeitnehmer mit blütenreiner Online-Weste gesucht werden, wird es mit dem aktuellen Web2.0-Exhibitionismus schnell vorbei sein. Die Erstellung eines möglichst positiven Profils über Drittanbieter entspricht natürlich genauso wenig der ganzen Wahrheit und macht alle Beteiligten zum Opfer. Diese schöne neue Internetwelt mit ihren Such- und damit Überwachungsmöglichkeiten kann eines auch in Zukunft nicht ersetzen: den gesunden Menschenverstand. […]

Speak Your Mind