Bernhard Hübner auf FTD.de über das geplante Presseleistungsschutzrecht:
Doch im Internet leisten heute auch ganz andere Akteure Ähnliches wie die Verlage. Ein Radiosender wie der Deutschlandfunk bietet auf seiner Website journalistische Themenpakete, inklusive Essays und Hintergrundartikeln. Ein E-Mail-Provider wie GMX betreibt ein Nachrichtenportal. Wird der Leistungsschutz Gesetz, müssten eigentlich auch all diese Akteure an den Google-Zahlungen beteiligt werden. Für die Verlage bliebe umso weniger übrig.
Guter Punkt. Viele Akteure, die keine klassischen Presseverlage sind, würden unter diese Leistungsschutzrecht fallen und hätten, so sie in Google und co. gelistet sind, einen entsprechenden Anspruch auf ihren Anteil aus dem Topf.
Der Anteil für die gesetzesfederführenden Verlage wird dann damit immer kleiner.
Stefan H. says
Wenn man dieser Argumentation folgen würde, müssten auch Blogger und (teilweise) Youtube-Uploader bei dieser Regelung berücksichtigt werden. Da dann aber die Verlage möglicherweise eher bezahlen würden, als etwas einzunehmen (Zitate a la „Quelle: Internet“ lassen grüßen), wird deren Lobbyvertretung so etwas zu verhindern wissen…
Marcel Weiss says
Ja, die Frage ist nur wie sie das anstellen wollen, ohne zu offensichtlich ein Gesetz a la „Geld nur für die Unternehmen, die das hier initiiert haben“ zu erschaffen. Das wird interessant.