Vernetzte Welt #27: D-Link, Bosch, Reisebranche

Immer Dienstags erscheint an dieser Stelle eine kommentierte Übersicht zu den wichtigsten Entwicklungen und besten Analysen aus der Welt der vernetzten Geräte, dem ‘Internet der Dinge’.
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Top: Apple TV und HomeKit

Heise berichtet über die neue HomeKit-Unterseite von Apple:

Vor allem aber führt die neue Seite auf einen Shop mit HomeKit-tauglichen Geräten – und solchen, die es einmal werden sollen, denn noch nicht bei allen gezeigten Komponenten ist die HomeKit-Unterstützung bereits fertig. Dass das Sortiment auf den ersten Blick recht groß ist, liegt nicht zuletzt daran, dass etwa die Birnen des Philips-Hue-Systems in unterschiedlichen Ausführungen und Packungsgrößen aufgeführt sind. Recht absurd ist in diesem Zusammenhang die Nennung des batterielosen Schalters “Hue Tap”, der selbst erst einmal nichts mit HomeKit zu tun hat. Es ist vielmehr ein simpler (batterieloser) Schalter für das Hue-System.

Abseits davon ist es bezeichnend, dass auf dem Apple-Event, auf dem das neue Apple TV vorgestellt wurde, HomeKit überhaupt nicht erwähnt wurde. Die neue Iteration von Apple TV ist also (zumindest noch) nicht der Hub für das Smart Home.

Dass Apple diesen Aspekt der Settop-Box nicht weiter in den Vordergrund stellte, dürfte auch damit zu tun haben, dass die unterstützte Hardware noch nicht sehr zahlreich ist. Es kann sich schlicht noch nicht sehen lassen.

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D-Link setzt verstärkt auf Smart Home

IT-Business:

Thomas von Baross, Vice President Central and Eastern Europe bei D-Link, erläuterte, warum die Hinwendung zum Smart Home für D-Link ein konsequenter Schritt sei. Im Interview mit IT-BUSINESS sagte der Manager: „Netzwerkkomponenten wie Router und Switches bilden ja die Grundlage für das Smart Home, und durch die steigende Anzahl IP-basierter Geräte werden immer größere Herausforderungen an das Netzwerk gestellt.“ Als langjähriger Netzwerkspezialist sei der Einstieg in den Smart-Home-Markt daher ein ganz logischer Schritt gewesen. Diesen Weg gehe das Unternehmen nun konsequent weiter, „indem wir unser Portfolio für das vernetzte Zuhause aktuell um neue WLAN- und Z-Wave-basierte Geräte ausgebaut haben und auch in Zukunft weiter ausbauen werden“, so von Baross.

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Bosch übernimmt Akku-Startup Seeo

heise:

Das Ziel von Akku-Herstellern wie Bosch war es bisher, die Energiedichte von Akkus bis 2020 zu verdoppeln und ihre Kosten zu halbieren. Nun hat das Stuttgarter Unternehmen das US-Startup Seeo übernommen und sieht sich mit Hilfe von dessen Technik kombiniert mit eigenen Entwicklungen in der Lage, dieses Ziel zu übertreffen, heißt es in einer Mitteilung.

Siehe auch all-electronics.de:

Bosch verfügt nun im Zusammenspiel mit der Bosch-Eigenentwicklung im Bereich Batterie über entscheidendes Know-how im Bereich neuartiger Festkörperzellen für Lithium-Batterien und exklusive Patente. „Die Festkörperzelle könnte eine entscheidende Durchbruchstechnologie sein“, sagt Denner.

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Reuters: “Bosch sees electric, connected cars opening new markets”

Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Bosch Mobility Solutions, im Interview mit Reuters:

“Thanks to onboard sensors, vehicles can detect a free parking space and cars can report the position and size of the gap,” Bulander said, adding networked vehicles opened the door to a parking space management business and other services.

By the end of the year, Bosch will have 200,000 networked cars offering new kinds of services to client groups such as leasing companies.

Bosch könnte als Zulieferer tatsächlich langfristig in einer besseren Position sein als die (deutschen) Automobilhersteller, die Bosch heute noch beliefert.

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Reisebranche Vorreiter im IoT

Skift:

a new study by Tata Consultancy, reported by eMarketer, suggests that travel, transportation and hospitality industry is ahead of the curve when it comes to implementation of Internet of Things (IoT) technology. In the case of the travel industry, such technology is being used in concert with branded mobile apps, typically paired with beacons which track and gather information from customers using mobile devices in locations like airports, hotels and transit centers. Tata’s study found that more than 70% of travel industry executives reported they already used such technology in their mobile apps, a sign that this technology is only likely to get more ubiquitous in the future

Built.io: Apps, Services und Geräte per Drag & Drop verbinden

ReadWrite:

Built.io Flow provides a way to link software, back-end systems, mobile apps, and even sensors and devices through a straightforward drag-and-drop interface.

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Daten, Daten, Daten

The Guardian:

“It’s going to be the challenge of the next decade,” says Spivack. “As everything gets an IP address and starts reporting, the question will be – where is this device? What’s its status? What’s going on around it? The amount of data that every device can stream out is going to be huge.”

McKinsey’s research helps prove his point. In a study of more than 150 IoT use cases, McKinsey found we may be using as little as 1% of data being generated – an indictment of how much potential is being left on the table.

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Salesforce kündigte neue Internet of Things Cloud an

Zum vorhergehenden Item passend TechCrunch über Salesforce:

“We are watching the increasing volume of data coming off of connected devices, and we are thinking about how we can help customers deal with those massive amounts of data,” Dylan Steele, senior director of product marketing for the App Cloud at Salesforce told TechCrunch.

But it’s not just device data, they want to capture with this new tool. It’s data coming from apps, social streams, web data, weather data — in short, anything that can help companies build a more complete picture of their customers.

“When you look behind all of this, there is a customer generating all of this data,” he said. In theory, the more data you have about a customer, the more you can pinpoint their requirements and react to their needs. In practice, however processing all of this data is massively complex and many companies struggle with it today.

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“Electronic noise is drowning out the Internet of Things”

IEEE Spectrum:

it is expensive to trace RF [radio frequency] pollution to a source and, when you do, it is often challenging to get offenders to stop offending.
The coming Internet of Things is going to make things worse. Much worse. It will do so by adding complex RF-control chips to countless common devices, like door locks, light switches, appliances of every type, our cars, and maybe even our bodies, which will enable them to connect to the Internet. Each of these chips is a potential source of noise. Plenty of technological fixes are available, of course, but the huge number of chips means that manufacturers will be more reluctant to add costly shielding and other noise-muffling features to their products. Silence is golden: It costs money to get it.

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Shenzhen – Das Hardware-Mekka

Tech in Asia:

In the last few years, hardware startup activity in Shenzhen has increased dramatically. It is now comparable to the software innovation system in Silicon Valley.

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About Marcel Weiß

Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
Er ist Diplom-Kaufmann, lebt in Berlin und ist seit 2007 als Analyst der Internetwirtschaft aktiv. Er arbeitet als freier Strategy Analyst und schreibt als Business Analyst regelmäßig bei digital kompakt, ist Co-Host des Exchanges-Podcasts, schreibt für diverse Publikationen, unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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