Vernetzte Welt #35: 60 Mio. € für IoT-Forschung in Sachsen

Immer Mittwochs erscheint auf neunetz.com eine kommentierte Übersicht zu den wichtigsten Entwicklungen und besten Analysen aus der Welt der vernetzten Geräte, dem ‚Internet der Dinge‘.
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Top: ECSEL – 60 Mio. Euro für u.a. IoT-Forschung in Sachsen

heise:

Geldspritze für die Mikroelektronik-Branche: 21 sächsische Projektpartner werden für ihre Beiträge zu internationalen Projekten gefördert. Sachsen und der Bund steuern jeweils 6 Millionen Euro, die EU 12 Millionen Euro bei, wie das Wirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Insgesamt werde damit ein Volumen von mehr als 60 Millionen Euro in Sachsen angeschoben. (..)

Am meisten Geld fließt in das Projekt „Prime“: Fünf Partner um den Chiphersteller Globalfoundries entwickeln unter anderem mit dem belgischen Forschungszentrum für Nano- und Mikroelektronik eine Plattform für das Internet der Dinge.

Oiger:

Zu den geförderten Projekten mit Sachsen-Anteil gehört „PRIME“, in dessen Zuge die „22 Nanometer-FD-SOI-Technologie“ von Globalfoundries weiterentwickelt werden soll. „Fünf sächsische Konsortialmitglieder um Globalfoundries erforschen und entwickeln in Zusammenarbeit unter anderem mit dem belgischen Forschungszentrum für Nano- und Mikroelektronik IMEC eine Ultra Low Power Technologiepattform für das ,Internet der Dinge’“, kündigte das Ministerium an.

Ein weiteres unterstütztes Forschungsprojekt ist IoSense, das an Sensoren arbeitet.

Internationaler Kontext via Oiger:

Im vergangenen Jahr hatte Sachsen aber auch nur ein Projektvolumen von insgesamt 60 Millionen Euro bewilligt bekommen. Solche Beträge sind keine Petitessen, aber doch eher wenig im Vergleich zu den Milliardenbeträgen, die in die wichtigen Halbleiter-Standorte zum Beispiel in Taiwan, Korea und den USA fließen.

Podcast

Thingonomics 10: Wenn Sachgüter und Immaterialgüterrecht kollidieren:

Martin Spindler und Marcel Weiß sprechen (noch einmal) über den VW-Skandal. Hauptthema ist der Landtechnik-Hersteller John Deere, der Preisdisrkiminierung bei seinen Produkten mittels Software umsetzt und für die Durchsetzung diese Preisdifferenzierung auf DRM setzt und -daraus folgend- den Kunden abspricht, mit ihren gekauften Produkten zu machen, was sie wollen.

Zum Abschluss ist der Plattformvorsprung von Apple Thema. Apple ist unter anderem der größte Einkäufer/Partner in vielen Bereichen der mobile supply chain, was in Verbindung mit einer überlaufenden Kriegskasse enorme Marktmacht bedeutet.

Analysen & Berichte

Nichts smartes im Smart TV von Samsung

Volker Weber über die schlechte Qualität integrierter Smart TVs am Beispiel von Samsung:

Wenn ich in den „Smart Hub“ gehe, dann kommt unweigerlich alle paar Wochen ein „Smart Hub must update“. Und dann installiert mir diese Dreckssoftware 29 Apps, die ich nicht haben will, die ich nicht aufrufe und die ich einzeln löschen darf. Dauert etwa 15 Sekunden pro App. (..)

Fast das gesamte User Interface des 2012er Smart Hub besteht aus Werbung, die sich zum allergrößten Teil nicht mal löschen lässt.

Die Smartness liegt in entkoppelten Geräten vom Bildschirm, die schneller erneuert werden können. Das ist seit einigen Jahren offensichtlich.

Delgato vs. Devolo

Golem:

Mit Elgato und Devolo versuchen zwei bekannte deutsche Firmen, im Smart-Home-Markt Fuß zu fassen. Die Ansätze könnten nicht unterschiedlicher sein: Devolo setzt auf Z-Wave-Funk, Elgato bindet sich an Apple mit Homekit und Bluetooth Low Energy alias Bluetooth Smart. Wir haben uns beide Systeme angesehen.

Pivotal Living Tracker: Wearable im Abomodell für $1 pro Monat

WT VOX:

Their new fitness band will come with the same subscription package the company used with its first activity tracker, the Pivotal Living Tracker 1. It works like this: If you spend $12 to buy the band, you’ll get a full year of free access to the company’s Android and iOS app.

Now you see why it is called the “new fitness model”. The Pivotal Living band is a subscription-based fitness band at just $1 a month.

Warum IBM The Weather Company übernommen hat

Business Insider über den einige Zeit zurückliegenden Kauf von The Weather Company durch IBM:

The team at IBM envisions a platform that is innovative „not only for business-to-business, but for every day society, with the potential of solving a whole set of problems,“ Suh explains. (..)

„The [Weather Company] has built a platform that pulls in 4GB of data per second. So it has this massive ingestion machine and it runs a lot of analytics. All of that data sits on a cloud and when you click on a forecast for your location it immediately gives you that data. All of that activity generates about 30 billion interactions a day,“ Schroeter says.

„So this is a platform that has an incredible amount of scale that’s good for weather and really good for a lot of other things. The way this system was designed you have to think of end-points — right now the end-points are weather-based. But the end-point could be a smartwatch or it could be your refrigerator,“ he adds.

Biometrische Tattoos

biometrischetattoos.png

WT VOX:

As sensors shrink, wearables will shrink too until they disappear inside our bodies. (..)

There are intermediary stages, of course, and the wearable tattoos are one of them. Chaotic Moon is a firm based in Austin, Texas, best known for its fire-breathing drones and fitness trackers that let you earn bitcoins.

lBut now, the “digital tattoo” is another expertise they have. These “biometric tattoos” are in fact conductive paint and components. Together, they assemble into simple devices able to collect data from your body.

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About Marcel Weiß

Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
Er ist Diplom-Kaufmann, lebt in Berlin und ist seit 2007 als Analyst der Internetwirtschaft aktiv. Er arbeitet als freier Strategy Analyst und schreibt als Business Analyst regelmäßig bei digital kompakt, ist Co-Host des Exchanges-Podcasts, schreibt für diverse Publikationen, unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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