Instagram-Fotos nicht mehr über Twitter Cards in Twitter integriert

Twitter Loses Ability to Properly Display Instagram Photos – NYTimes.com:

Instagram on Wednesday disabled the ability for Twitter to properly display Instagram photos on its Web site and in its applications. The move escalates tensions between the two companies, which were once friends in the battle against Facebook but have now become direct competitors.

In a status update on Twitter’s Web site, the company said Instagram had disabled its integration with Twitter cards, which are used to display images and content within Twitter messages.

Überhaupt nicht überraschend. Twitter verschließt dem zu Facebook gehörenden Instagram die Möglichkeit, dass Nutzer ihre Twitter-Freunde auf dem Fotodienst finden können. Warum sollte Instagram im Umkehrschluss seinen Dienst tief in Twitter integriert lassen? Besonders, wenn Twitter zusätzlich nun wohl ebenfalls in das Geschäft der mobilen Fotos mit Filtern einsteigen will? (Weil es bei Instagram natürlich um die Filter geht, und auf keinen Fall um die soziale Komponente.)

Warum Twitter diesen Kampf gegen alle verlieren wird: Sie glauben, sie könnten notfalls mit allen konkurrieren, und sie alle, von Instagram bis Tumblr, hätten dank der Größe von Twitter keine andere Wahl, als gute Mine zum bösen Plattformspiel zu machen.

Aber so groß ist der Hebel von Twitter nicht. Je weniger aus Twitter an Wert herauskommen kann, desto unattraktiver wird die Plattform.

Das ist die Gefahr bei einem Schwenk hin zu vertikaler Integration bei Webdiensten, die bei ihrer Plattform auf die Verbindungen nach außen angewiesen sind. Darüber schreibe ich seit der Übernahme des Twitterclients Tweetie durch Twitter im April 2010.

Vertikale Integration ist für Twitter eine weitaus gefährlichere und damit nicht ansatzweise so sichere Strategie als etwa seinerzeit für Microsoft, als man neben dem Betriebsystem auch in den Office-Markt einstieg. Die Plattformdynamiken sind nicht vergleichbar. Unter anderem auch, weil die Markteintrittsbarieren anderer Natur sind.

Bei alldem verlieren kurzfristig natürlich vor allem die Endnutzer.

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About Marcel Weiß

Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
Er ist Diplom-Kaufmann, lebt in Berlin und ist seit 2007 als Analyst der Internetwirtschaft aktiv. Er arbeitet als freier Strategy Analyst und schreibt als Business Analyst regelmäßig bei digital kompakt, ist Co-Host des Exchanges-Podcasts, schreibt für diverse Publikationen, unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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Comments

  1. Alles schön und gut, aber ich sehe die Instagram Bilder noch auf Twitter.

  2. Es gibt zwei Arten der Darstellung von Fotos auf Twitter: Die Integration mit Twitter Cards, bei der der Anbieter sicherstellt, dass alles richtig dargestellt wird. Und die von Twitter mit Klebeband zusammengehaltene Standard-Lösung für z.B. Fotos, die bei Instagram auf dem Desktop ok ist aber mobil Probleme macht.

    Siehe z.B. hier für Beispiele: http://techcrunch.com/2012/12/05/kevin-systrom-on-pulling-twitter-cards-integration-we-want-images-viewed-on-instagram-com/

  3. Instagram wird aber weiterhin das OpenGraph Protocol unterstützen (alleine wegen Facebook) welches auch Twitter unterstützt: https://dev.twitter.com/docs/cards#open-graph

    Das heißt es wird sich in Zukunft wahrscheinlich nicht einmal etwas ändern, ich verwende auf meinem Blog auch „nur“ OGP und die Infos werden problemlos übernommen: https://twitter.com/pfefferle/status/216167543491149826. Ich befürworte den Schritt von Instagram sehr… es macht keinen Sinn zig Meta-Tags zu implementieren um immer wieder die gleichen Daten auszuzeichnen!

    ( http://notizblog.org/2012/06/22/twitter-cards/ )

  4. Ah, das ist interessant. Basiert Twitter Cards auf dem OpenGraph Protocol oder baut zumindest darauf auf? Das wusste ich nicht.

  5. Zumindest vom Prinzip her ist das sehr ähnlich.

  6. Ah, okay, danke.

  7. Es basiert leider nicht darauf, sondern bildet es nochmal komplett nach. Deshalb verstehe ich, dass Instagram zukünftig darauf verzichten will… es sind einfach redundante Daten…

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